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Wusstest Du,... 
  • dass wenn Schaufensterpuppen richtige Frauen wären, sie zu schmal wären, um ihre Tage zu kriegen?
  • Es gibt drei Milliarden Frauen, die nicht wie Supermodels aussehen und nur 8, die wie eins aussehen.
  • Marilyn Monroe hatte Groeße 42.
  • Wenn Barbie eine richtige Frau wäre, müsste sie auf allen Vierenkriechen, mit ihren Proportionen ist es unmöglich, aufrecht zu gehen.
  • Die Durchschnittsfrau wiegt ungefähr 66 Kilo.
  • Die Models in Zeitungen sind retuschiert, also auch selber nicht perfekt.
  • Eine Untersuchung von 1995 zeigt, dass 70% aller Frauen sich deprimiert und schuldig fühlen, nachdem sie 3 Min. in einem Schönheitsmagazin geblättert haben.
  • Vor 20 Jahren wogen die Models 8% weniger als die Durchschnittsfrau. Heute wiegen sie 23% weniger.

 

  • Ein Englischlehrer schrieb die Worte: "woman without her man is nothing" auf die Tafel und bat die Schüler, die Satzzeichen zu setzen.
    Die Jungen schrieben: "woman, without her man, is nothing" - Die Mädchen schrieben: "woman! without her, man is nothing"

 


Allgemeines

Magersucht (Anorexie, Anorexia nervosa) ist eine Essstörung, deren Anzeichen vor allem Hungern, Gewichtsabnahme und extreme Gewichtskontrolle sind.

Wörtlich übersetzt bedeutet Anorexie "Appetitverlust oder -verminderung" - eine irreführende Bezeichnung, da nicht unbedingt der Appetit, sondern in erster Linie das Eßverhalten gestört ist. Der Zusatz "nervosa" weist auf die psychischen Ursachen der Eßstörung hin.
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Gesa Herbst: Metamorphose

Durch ihre Magersucht war die junge Hamburger Fotografin Gesa Herbst gezwungen, sich intensiv mit sich selbst zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Dieses Unterfangen nimmt noch immer den größten Raum in ihrem Leben ein. Aus diesem Grund hat sie ihre Diplomarbeit an der Akademie für Photographie, aph, in Hamburg in diesem Jahr sich selbst gewidmet. Das Ergebnis sind Selbstportraits von großer Eindringlichkeit und Offenheit, die den Betrachter gefangen nehmen.

Gesa Herbst: "Ich wollte den Weg, den ich bisher gegangen bin, fotografisch festhalten, denn es ist für mich von großer Bedeutung, diese wichtige Zeit des Umbruchs zu dokumentieren." Zugleich will sie Interessierten Einblick in diese paradoxe "Körper-Seelen-Krankheit" geben, der wohl die meisten Menschen mit Kopfschütteln gegenüberstehen.

Die Arbeit zeigt den Werdegang ihrer Magersucht bis heute: ihr Leben mit der Krankheit, die Beziehung zu ihrem Körper, die (Selbst-)Erkenntnis, der andauernde Kampf und die Auseinandersetzung mit sich und der Magersucht, aber auch Körperteile, die der Fotografin - trotz allem - an sich gefallen. Ein die Diplomarbeit an der aph begleitender Text ist in diesem Sommer auszugsweise im "Stern" veröffentlicht worden.

mehr dazu auch in meinem Buchtipps


 

Mein Weg durch die Magersucht 
Kathrin Seyfahrt, München

Als ich zu hungern anfing (im Frühjahr 1982), hatte ich nur ein Ziel vor Augen: eine tolle Figur! Später war es nicht mehr meine Traumfigur, die ich im Auge hatte - die war längst erreicht - sondern nur noch die Waage und mein immer geringer werdendes Gewicht. Das allein zählte und vermittelte mir eine immense psychische Stärke. Ich hatte meine Schwächen besiegt. Ich war zu etwas Besonderem geworden. Abnehmen hieß Leistung, Erfolg, Kraft, Stärke.
Gleichbleiben oder Zunehmen aber bedeutete Mißerfolg, Unzufriedenheit und Schuldgefühle. Alles drehte sich um den Zeiger der Waage. Dieser Zeiger beherrschte mich tagein, tagaus.
Auch als ich mich schon knochig fand, hungerte ich weiter, auch dann noch, als mir mein Dürrsein erhebliche Beschwerden machte. Ich fror entsetzlich, bei jeder kleinen Anstrengung war ich erschöpft, ich fiel häufig hin, weil mir die Beine wegsackten, Sitzen auf harten Stühlen war eine Tortur. Trotzdem und dennoch: ich nahm alles in Kauf. Abnehmen war wichtig, Abnehmen war das Wichtigste, es war mein Leben.                    

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