CHILD PROTECTION

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Kinderarbeit

Weltweit müssen 211 Millionen Kinder unter 15 Jahren arbeiten, 186 Millionen von ihnen werden krass ausgebeutet. Tendenz steigend. Wo leben wir eigentlich, wenn Kinder wie Sklaven schuften und wie Waren gehandelt werden? Wenn sie durch die Arbeit krank werden und nicht einmal ihren Namen schreiben lernen? Wo leben wir eigentlich, wenn Schokolade, Orangensaft, Kaffee und Tee von Kinderhand geerntet, wenn T-Shirts, Seide, Fußbälle, Teppiche von Kinderhand gefertigt sind, Diamanten von Kindern geschliffen werden? Wenn Kinder für ein mageres Essen stundenlang schuften müssen und Familien sich nicht einmal den Schulbesuch ihrer Kinder leisten können?

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Anne Geddes
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Krasse Ausbeutung von Kindern und Erwachsenen gibt es schon lange - und in immer neuen Facetten und Ausprägungen. Ziemlich neu aber ist, dass massenhafter Wohlstand neben erbärmlichster Armut steht und dass die einen von den anderen wissen - Informationen sickern durch, Nachrichtensperren funktionieren nicht mehr. Und so wächst seit einigen Jahren ein weltweites Netzwerk: Bürgerinitiativen auf der ganzen Welt setzen sich gegen die Ausbeutung von Kindern zur Wehr. Sie eröffnen Schulen, helfen Schuldknechten in die Freiheit, leisten Rechtshilfe, werben für die Einschulung, stärken Kinderarbeiter in ihren Rechten. Allen gemeinsam ist, dass sie gegen Ausbeutung eintreten und die politische Situation in ihren Ländern zum Ausgangspunkt ihrer Strategie machen. Da macht es Sinn, in Indien für das Recht auf Bildung für alle zu pochen, denn die Schulpflicht ist längst noch nicht durchgesetzt. Und es macht Sinn, Arbeit für Kinder nicht pauschal zu verteufeln, wenn sie nicht ausbeuterisch ist: In vielen Ländern und Kulturen wird die Mithilfe der Kinder sehr positiv gesehen. So wachsen sie langsam in ihre Rolle hinein und übernehmen Schritt für Schritt Verantwortung.

Auch in Europa wird - mit unterschiedlichen Strategien - an einem Strang gezogen: Handel und Hilfswerke etablieren Warenzeichen für Produkte ohne Kinderarbeit. Verbraucherinnen fragen nach und greifen zu Alternativen. Unternehmen verpflichten sich und ihre Zulieferer, die grundlegenden Arbeitsrechte einzuhalten. Bereits 130 Staaten haben die neue Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation ILO gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit ratifiziert.
Vieles ist in Bewegung geraten, einige Erfolge wurden erzielt - zu wenig, denn Tag für Tag arbeiten 211 Millionen Kinder. Aber jedes Kind, das aus krasser Ausbeutung befreit wird, das arbeitet und in einer guten Schule lernt, was es zum Leben braucht, wird mit Zuversicht antworten auf die Frage, wo wir eigentlich leben.

terre des hommes unterstützt in 27 Ländern Projekte für Kinder in Not.

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