Schwule und Lesben

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Lass sie reden! 
(Text: AnNa R. & Peter Plate)

 

Jeder hat es ja gewusst, jeder hat es ja geahnt, 
daß mit Dir etwas nicht stimmt, 
laß sie nur reden!
Wenn Du etwas anders bist 
als der ganze lahme Rest, 
wird die Stadt langsam nervös, 
egal ,lass' sie nur reden!

Lass' sie reden und wir lieben dafür laut, 
denn gerade, weil Du anders bist, 
weil Du ein wenig seltsam bist, 
lieb ich Dich noch mehr, lieb ich Dich so sehr, 
ich halt Dich fest, mir geht es wie Dir

Das Gerede von Moral, 
war mir immer schon egal 
und ich zieh' mich langsam aus für mich 
und laß' sie reden! 
In der Nacht kann es geschehen, 
daß ich in fremde Augen seh 
und dann muß ich mit Dir gehen, 
lass' sie nur reden! 

Lass' sie reden und wir lieben dafür laut, 
denn gerade, weil Du anders bist, 
weil Du ein wenig seltsam bist, 
lieb ich Dich noch mehr, 
lieb ich Dich so sehr, 
ich halt Dich fest, mir geht es wie Dir

 

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Bisher stand die (heterosexuelle) Ehe in der bundesrepublikanischen Verfassung im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten unter besonderem Schutz des Grundgesetzes, weshalb homosexuelle Paare keine Ehe eingehen konnten (in Skandinavien und den Niederlanden ist dies bereits möglich, gilt aber auch nur innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen).

Homosexuellen Paaren war es daher nicht möglich, ihre Liebe nach außen öffentlich zu machen, den selben Namen zu tragen oder gar Kinder aufzunehmen. Sie erhielten im Krankheitsfall keine Auskunft über ihren Partner oder konnten diesen (ohne spezielle Regelungen) beerben. Sie konnten gezwungen werden, vor Gericht gegen ihren Partner auszusagen und hatten Nachteile bei Steuern und Finanzen, selbst wenn sie schon seit Jahrzehnten zusammenlebten.

Homosexuelle Paare wurden in Deutschland nicht einmal statistisch erfasst. Alles Rechte, die für Heterosexuelle selbstverständlich sind.

Ist die Liebe Homosexueller weniger wert oder wichtig?

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Seit August 2001 gab es nun die Möglichkeit, eine homosexuelle Partnerschaft zumindest "eintragen" zu lassen. Obwohl dies immer noch keine vollständige Gleichberechtigung zur Homo-Ehe bedeutete, war es Grund genug für einige konservative Länder, dagegen zu klagen.

 

 

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17.07.2002: Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden!!!
"Homo-Ehe" ist mit dem Grundgesetz vereinbar

Homosexuelle Paare können auch weiterhin durch die amtliche Eintragung ihrer Partnerschaft eheähnliche Rechte erhalten. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat das Gesetz zur so genannten Homo-Ehe als verfassungsgemäß bestätigt. Das Gesetz untergrabe nicht den vom Grundgesetz bestimmten besonderen Schutz der Ehe, hieß es in der Urteilsbegründung. Damit wies der erste Senat die Normenkontrollklage Bayerns, Sachsens und Thüringens gegen das Lebenspartnerschaftsgesetz erwartungsgemäß ab.

Unionsregierte Länder hatten geklagt
Die unionsregierten Länder hatten in dem Gesetz eine Aushöhlung der grundgesetzlich privilegierten Stellung von Ehe und Familie gesehen. Das Gesetz war im August 2001 in Kraft getreten. Es ermöglicht homosexuellen Paaren durch die Registrierung ihrer Partnerschaft unter anderem gegenseitige Unterhalts- und Erbrechte.
Auch Reiche (ausgerechnet die Frau, die wegen ihrer unehelichen Schwangerschaft in die Presse geraten war und sich nun offenbar selbst gegen eine Minderheit wendet) hatte die Klage unterstützt.

Der erste Senat hatte im Juli 2001 einen Eilantrag der Länder gegen das In-Kraft-Treten des Gesetzes mit der Begründung abgewiesen, das rechtliche Fundament der Ehe werde nicht verändert. Noch am Dienstag hatte die als Familienexpertin im "Kompetenzteam" von Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) vertretene Katherina Reiche die Homo-Ehe als Angriff auf Ehe und Familie bezeichnet und die Klage gegen das von SPD und Grünen auf den Weg gebrachte Lebenspartnerschaftsgesetz unterstützt.
Bislang rund 4400 gleichgeschlechtliche Paare.

Aus Sicht des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) könnte dies der Startschuss für viele Paare sein, nach langem Zögern nun doch den Bund fürs Leben zu schließen. Nach neuesten Schätzungen haben bundesweit bislang rund 4400 gleichgeschlechtliche Paare den Gang zum Standesamt oder Notar gewagt - weniger als von den Befürwortern erhofft.