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Fakten

 

 

 

Was ist eine Zwangsehe?

Es handelt sich um eine Zwangsehe, wenn mindestens einer der zukünftigen Ehepartner durch die Anwendung von körperlicher oder psychischer Gewalt zur Ehe gezwungen wird. Wenn sich die Mädchen weigern, sind sie Beschimpfungen, Drohungen, Erpressungen und Prügel ausgesetzt. Manchmal werden die Mädchen eingesperrt, im Extremfall sogar im Namen der Ehre ermordet.

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Wieso werden Mädchen zwangsverheiratet?

Oft wird ein Mädchen mit ihrem Cousin verheiratet. Wenn er noch im Herkunftsland der Familie wohnt, ermöglicht ihm die Eheschließung den Umzug nach Deutschland. Manchmal spielt auch Geld in Form eines Brautpreises eine Rolle.

Zwangsheirat hat nichts mit der Religion zu tun, sondern ist das Ergebnis überkommener Traditionen und Bräuche. TERRE DES FEMMES sind sowohl Fälle aus islamischen Familien der Türkei bekannt, als auch Fälle aus dem buddhistisch-hinduistischen Sri Lanka und dem christlichen Griechenland.

 

 

Was kann gegen eine Zwangsverheiratung getan werden?

Für die Mädchen ist es wichtig, frühzeitig „NEIN“ zu sagen. Die Hoffnung, alles kurz vor der Eheschließung noch ausbügeln zu können, erweist sich meist als trügerisch. Die Ankündigung der Eltern, das ein Mädchen verheiratet werden soll, muss ernst genommen werden, nicht nur vom Mädchen selbst, sondern auch von Freundinnen, LehrerInnen, etc. – sofern das Mädchen sich an sie wendet. Denn oft schämen sich die Mädchen und reden mit niemandem darüber.

Es ist wichtig, dem Mädchen Mut zu machen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Gemeinsam mit ihr zu einer Vertrauenslehrerin gehen und nach Beratungsstellen zu fragen, wird ihr helfen, einen Ausweg aus ihrer schwierigen Lage zu finden.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auch per e-mail: ehrverbrechen@frauenrechte.de

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